Clipping from the April 20, 2003 Issue of Der Tagesspiegel

Claudia Hill, Designerin | Befragt von Beatrix Schnippenkoetter | WAS ICH MAG | 1. Beim Aufwachen: Nicht zu wissen, was Traum ist und was Realität | 2. Beim Telefonieren: Aus dem Fenster zu schauen. | 3. An Kleidern: Den Körper durch die Kleidungsstücke hindurch zu spüren. | 4. Beim Essen: Beim Essen mag ich teilen: Essen, Gespräche, Ideen. | 5. Am Tanz: Körper in Bewegung, ihre Komposition im Raum zu sehen. | 6. An meiner Familie: Ein Gefühl der Nähe, fast, als wären wir ein einziges Wesen. | 7. An meinen Freunden: Die Inspiration. | 8. An William Forsyth: Die Freiheit, die er sich nimmt, sich auf nichts festzulegen. | 9. Einen Satz, den ich gerne öfter hören möchte: „Ich zeig Dir etwas, das Du noch nie gesehen hast." | 10. Und sonst... Alle, die ihren Eingebungen folgen. | Die Tochter einer Schneiderin gilt als Konzeptkünstlerin unter den Modedesignern. Jetzt arbeitete sie mit William Forsyth: Für das Stück „decreation“, das an diesem Sonntag uraufgeführt wird, entwarf die 33-Jährige die Kostüme. Foto: Ariko Inaoka | WAS ICH NICHT MAG | 1. Beim Aufwachen: Wenn das Taxi klingelt, und ich noch nicht gepackt habe. | 2. Bei der Arbeit: Die vielen kleinen Verletzungen durch Nadelstiche. | 3. An Kleidern: Menschen, die um die Schulter drapierte Pullover tragen. | 4. Am Essen: Das ständige Sich-ernähren-müssen raubt mir Zeit. | 5. Am Tanz: Dass manche Stücke der Allgemeinheit unzugänglich sind. | 6. An Mode: Uniformität, die der Originalität folgt. | 7. An Berlin: Es ist äußerst bedauerlich, dass Berlin nicht am Meer liegt. | 8. An William Forsythe: Die Institution Forsythe ist in eine Bürokratie gebettet. | 9. Einen Satz, den ich nie wieder hören möchte: Dafür bin ich nicht zuständig. | 10. Und sonst...: Alles Gutbürgerliche ist mir ein Graus. |
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