Thumbnail of CoverClipping from the 14/2004 Issue of Zitty

MODE | Coole Kleidung | In Klamotten ohne Kontur, einen Schlabberlook in grau und grün hat Claudia Hill die Tänzer von William Forsythes letzter Inszenierung Decreation gesteckt: So hässlich hat man das Ballett Frankfurt noch nie tanzen sehen. Doch die Modedesignerin und gelernte Tänzerin hat nur der Choreografie unterstützend Rechnung getragen, in der Forsythe seine Tänzer verzerrte und behinderte Liebestänze aufführen läßt. Normalerweise kommt Hills Mode erlesener daher. Die Modemacherin gehört zu den wenigen deutschen Designerinnen, die in New York und Japan erfolgreich ist und nun in der Auguststraße in Mitte ihren ersten Laden in Europa eröffnet. Dass Hill vom Theater kommt (sie arbeitete unter anderem auch für die New Yorker Wooster Group) zeigt sich auch in ihrem Eröffnungsangebot: Ihre aktuelle Kollektion zeigt sie in gefrorener Kopie, prêt-â-porter zum niemals tragen, die am Eröffnungsabend langsam auftauen wird – Sinnbild eines Transformationsprozesses, in dem auch Dinge wie Mode entstehen, sich verändern und vergehen. / Friedhelm Teicke | Claudia Hill Store Berlin, Auguststr. 26a, Mitte. Eröffnung 1. Juli. |

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